Heizkörper berechnen: so findest du die passende Größe

, Herausgeberin von Frosthelfer
aktualisiert

Kurz gesagt: Heizkörper berechnen heißt zwei Dinge: erst den Wärmebedarf des Raums in Watt abschätzen, dann diesen Wert auf die Vorlauftemperatur deiner Anlage umrechnen. Die Faustformel dafür lautet Raumfläche × spezifische Heizlast, also zum Beispiel 20 m² × 110 W/m² = 2.200 Watt. Weil die Angaben auf dem Datenblatt immer für 75/65/20 °C gelten, brauchst du bei 55 °C Vorlauf rund die doppelte Normleistung. Der Rechner oben macht beide Schritte in einem Durchgang.

Mit KI zusammenfassen: ChatGPTPerplexityClaudeGrok
Heizkörper berechnen: so findest du die passende Größe

Das Wichtigste in Kürze

  • Faustformel: Raumfläche × spezifische Heizlast, von 40 W/m² im Neubau bis 150 W/m² unsaniert.
  • Normleistung gilt für 75/65/20 °C, bei 55 °C Vorlauf bleiben nur rund 52 Prozent.
  • 20 m² teilsaniert heißt 2.200 Watt Bedarf, bei 55 °C also etwa 4.300 Watt Normleistung.
  • Für Wärmepumpe und Heizungstausch braucht es eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
Inhalt dieser Seite
  1. So nutzt du den Rechner oben
  2. Schritt 1
  3. Heizkörper berechnen
  4. Heizkörper berechnen
  5. Heizkörper Leistung berechnen mit der Vorlauftemperatur
  6. Beispielrechnung
  7. Heizkörpergröße berechnen
  8. Heizkörper berechnen im Altbau
  9. Heizkörper für Wärmepumpe berechnen
  10. Heizkörper berechnen online
  11. Häufige Fragen
Faustformel
m² × W/m²
Neubau ab 2015
40–60 W/m²
Unsaniert vor 1980
130–150 W/m²
Bad-Zuschlag
+20 %

Heizkörper-Rechner: Leistung und Größe

Benötigte Leistung–

Heizkörper bei 75/65 °C (Katalogwert)–

Typ 22, 600 mm hoch–

Typ 33, 600 mm hoch–

Faustwerte zur Orientierung, kein Ersatz für eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Umrechnung mit Heizkörper-Exponent n = 1,3.

So nutzt du den Rechner oben

Der Rechner oben fragt drei Dinge ab: Raumfläche, Gebäudezustand und Vorlauftemperatur. Genau die geben den Ausschlag. Mehr brauchst du für eine erste Abschätzung nicht.

Im Hintergrund laufen zwei Rechenschritte. Zuerst wird aus den Quadratmetern und dem Baujahr die Heizlast des Raums in Watt gebildet. Danach wird dieser Wert auf die Normleistung umgerechnet, die auf jedem Heizkörper-Datenblatt steht.

Der zweite Schritt wird am häufigsten übersehen. Genau daran scheitern viele Heizkörper, die auf dem Papier groß genug wirken und den Raum trotzdem nicht warm bekommen.

  • Raumfläche in m²: Länge × Breite, bei Dachschrägen nur die Fläche mit mindestens 1,50 m Höhe voll zählen.
  • Gebäudezustand: Baujahr und Sanierungsstand bestimmen die spezifische Heizlast in Watt pro Quadratmeter.
  • Raumart: Für das Bad mit 24 °C Zieltemperatur rechnest du etwa 20 Prozent auf.
  • Vorlauftemperatur: Der Wert, den deine Heizung an kalten Tagen tatsächlich fährt, nicht der Maximalwert am Kessel.

Die Vorlauftemperatur findest du an den meisten Reglern im Display oder in der Heizkurve. Wer sie nicht kennt, nimmt bei einer älteren Gasheizung mit klassischen Radiatoren 60 bis 70 °C an. Bei einer modernen Brennwertanlage sind 50 bis 55 °C realistisch, Wikipedia nennt für Niedertemperaturauslegung rund 55 °C.

Aus der Praxis: Miss die Räume einmal mit dem Zollstock nach und schreib die Werte auf. Schätzungen aus dem Grundriss liegen oft ein bis zwei Quadratmeter daneben, und das sind schnell 200 Watt.

Schritt 1: Heizkörper berechnen nach qm und Gebäudezustand

Hände messen mit Zollstock die Länge eines weißen Heizkörpers unter dem Fenster
Länge, Höhe und Bautiefe nachmessen, bevor du die nötige Heizleistung in eine Baugröße übersetzt. Visualisierung

Die Heizlast eines Raums ergibt sich aus Fläche mal spezifischer Heizlast. Die spezifische Heizlast sagt, wie viel Watt ein Quadratmeter dieses Gebäudes braucht, damit es bei Auslegungstemperatur im Winter warm bleibt.

Der Dämmstandard macht dabei den größten Unterschied. Zwischen einem unsanierten Altbau und einem Neubau liegt ungefähr der Faktor drei. Deshalb funktioniert keine pauschale Watt-pro-Quadratmeter-Zahl für alle Häuser.

GebäudezustandSpezifische HeizlastTypisch für
Neubau ab 201540–60 W/m²KfW-Standard, dichte Hülle, Dreifachverglasung
Gut saniert70–90 W/m²Dämmung, neue Fenster, gedämmtes Dach
Teilsaniert, Baujahr 1980–2000100–120 W/m²Neue Fenster, aber ungedämmte Außenwand
Unsaniert vor 1980130–150 W/m²Altbau, einfache Ziegelwand, alte Fenster
Bad (24 °C Ziel)+ ca. 20 %Aufschlag auf den jeweiligen Wert oben

Fazit der Tabelle: Ohne eine ehrliche Einschätzung des Dämmstandards liegt jede Berechnung daneben.

Wenn du zwischen zwei Stufen liegst, nimm den höheren Wert. Ein Heizkörper, der eine Nummer größer ist, lässt sich am Thermostat herunterregeln. Ein zu kleiner Heizkörper lässt sich nicht größer drehen.

Zusätzliche Aufschläge brauchst du bei Eckräumen mit zwei Außenwänden, bei großen Fensterflächen und bei Räumen über einer ungeheizten Garage. Zehn bis zwanzig Prozent sind dort ein üblicher Sicherheitszuschlag.

Achtung: Diese Werte sind Faustwerte für eine erste Orientierung. Sie ersetzen keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb oder Energieberater.

Heizkörper berechnen: Tabelle für Raumgröße und Baujahr

Die folgende Tabelle nimmt dir die Multiplikation ab. Sie zeigt die Heizlast in Watt, also den Wärmebedarf des Raums, noch nicht die Normleistung des Heizkörpers.

Welche Heizkörpergröße für welche Raumgröße passt, kannst du damit in zwei Schritten ablesen: Zeile nach Quadratmetern suchen, Spalte nach Gebäudezustand wählen.

RaumgrößeNeubau 40–60 W/m²Gut saniert 70–90 W/m²Teilsaniert 100–120 W/m²Unsaniert 130–150 W/m²
10 m²400–600 W700–900 W1.000–1.200 W1.300–1.500 W
15 m²600–900 W1.050–1.350 W1.500–1.800 W1.950–2.250 W
20 m²800–1.200 W1.400–1.800 W2.000–2.400 W2.600–3.000 W
25 m²1.000–1.500 W1.750–2.250 W2.500–3.000 W3.250–3.750 W
30 m²1.200–1.800 W2.100–2.700 W3.000–3.600 W3.900–4.500 W

Fazit der Tabelle: Ein 20 m² großes Zimmer braucht je nach Dämmstandard zwischen 800 und 3.000 Watt, die Spanne ist also riesig.

Für ein Bad schlägst du auf den abgelesenen Wert rund 20 Prozent auf. Ein 8 m² Bad im teilsanierten Haus kommt damit auf etwa 950 bis 1.150 Watt.

Teilst du die Wärme auf zwei Heizkörper auf, addierst du einfach deren Leistungen. Zwei Geräte unter zwei Fenstern verteilen die Wärme oft gleichmäßiger als ein großer an einer Wand.

Heizkörper berechnen: Formel für Leistung und Watt

Die Grundformel lautet: Heizlast in Watt = Raumfläche in m² × spezifische Heizlast in W/m². Das ist der erste Teil, und mehr steckt hinter der Faustformel nicht.

Spannend wird der zweite Teil. Jeder Hersteller gibt die Normleistung seiner Heizkörper nach EN 442 für 75/65/20 °C an, also 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf, 20 °C Raumtemperatur. Daraus ergibt sich eine logarithmische Übertemperatur von 49,8 Kelvin.

Wenn du die Leistung deiner Heizkörper berechnen willst, also die bei deiner eigenen Vorlauftemperatur übrig bleibt, nutzt du diese Formel:

Q = Q_N × (ΔT / 49,8)^1,3

Q ist die reale Leistung, Q_N die Normleistung vom Datenblatt. Der Exponent 1,3 ist der Heizkörperexponent n, der je nach Bauart zwischen etwa 1,25 und 1,35 liegt. Flache Platten liegen eher darunter, Konvektoren mit vielen Lamellen eher darüber.

ΔT bestimmst du vereinfacht arithmetisch: ΔT = (Vorlauf + Rücklauf) / 2 − Raumtemperatur. Bei 55/45/20 sind das also 50 minus 20, somit 30 Kelvin. Die exakte logarithmische Rechnung weicht davon nur um wenige Prozent ab und lohnt sich für eine Abschätzung nicht.

Aus der Praxis: Wenn du Heizkörper Watt berechnen willst, um die Betriebskosten zu vergleichen: Bei Warmwasserheizkörpern sagt die Watt-Zahl nur etwas über die Abgabeleistung aus. Nur bei Elektroheizkörpern entspricht 1 kW Leistung auch 1 kWh Strom pro Stunde. Ein 2.000-Watt-Gerät kostet dann bei angenommenen 0,35 Euro pro Kilowattstunde rund 0,70 Euro je Betriebsstunde.

Heizkörper Leistung berechnen mit der Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur entscheidet, wie viel von der Normleistung tatsächlich ankommt. An diesem Punkt kippen die meisten Berechnungen.

Senkst du den Vorlauf von 75 auf 55 °C, bleibt etwa die Hälfte der Leistung übrig. Bei 45 °C sind es rund 30 Prozent. Der Heizkörper ist nicht schlechter geworden. Er fühlt sich oben nur noch warm an statt heiß, und genau das ist die fehlende Temperaturdifferenz zur Raumluft.

Vorlauf/RücklaufΔT (vereinfacht)Leistung vom NormwertFaktor für nötige Normleistung
75/65 °C50 K100 %× 1,0
70/60 °C45 Kca. 88 %× 1,14
65/55 °C40 Kca. 75 %× 1,33
60/50 °C35 Kca. 63 %× 1,58
55/45 °C30 Kca. 52 %× 1,92
50/40 °C25 Kca. 41 %× 2,45
45/35 °C20 Kca. 31 %× 3,23

Fazit der Tabelle: Je niedriger der Vorlauf, desto größer muss der Heizkörper sein: bei 45 °C brauchst du gut die dreifache Normleistung.

Die rechte Spalte ist die praktische: Du nimmst die Heizlast aus Schritt 1 und multiplizierst sie mit dem Faktor. Das Ergebnis ist die Normleistung, nach der du im Katalog suchst.

Wer den Vorlauf dauerhaft absenken will, kommt an größeren Flächen nicht vorbei. Genau dafür gibt es Niedertemperatur Heizkörper, die bei gleicher Baugröße mehr Fläche und oft ein kleines Gebläse mitbringen. Laut Wikipedia ermöglichen solche Gebläse die Wärmeverteilung auch bei sehr niedrigen Vorlauftemperaturen.

Beispielrechnung: Heizleistung für ein 20 m² Zimmer

Nehmen wir ein Wohnzimmer mit 20 m² in einem teilsanierten Haus von 1992. Neue Fenster sind drin, die Außenwand ist ungedämmt. Die Anlage fährt an kalten Tagen 55 °C Vorlauf.

Das Ergebnis überrascht viele. Ein Heizkörper mit 2.200 Watt Normleistung würde in diesem Raum bei 55 °C nur etwa 1.150 Watt liefern, also gut die Hälfte des Bedarfs.

Der gleiche Raum mit 70 °C Vorlauf käme dagegen mit rund 2.500 Watt Normleistung aus. Du siehst: Die Heizleistung vom Heizkörper berechnen und die Vorlauftemperatur festlegen gehören immer zusammen.

Passt die nötige Länge nicht an die Wand, nimmst du einen tieferen Bautyp. Oder du verteilst die Leistung auf zwei Heizkörper. Dämmmaßnahmen senken den Bedarf ebenfalls. Ein höherer Vorlauf hilft auch, kostet aber dauerhaft Energie.

Schritt 1: Heizlast
20 m² × 110 W/m² = 2.200 Watt
Schritt 2: Faktor Vorlauf 55/45
2.200 W × 1,92 = 4.224 Watt
Gesuchte Normleistung (75/65/20)
rund 4.300 Watt, aufgerundet
Mögliche Umsetzung
Typ 22 mit 600 mm Höhe und etwa 2,4 m Länge, oder zwei Heizkörper

Achtung: Rechne nie knapp auf den Bedarf. Zehn Prozent Reserve kosten beim Kauf wenig und sparen dir später Ärger. An den kältesten Tagen des Jahres merkst du genau diesen Unterschied.

Heizkörpergröße berechnen: von Watt zur Baugröße

Taschenrechner und Notizblock neben einem weißen Flachheizkörper im Wohnzimmer
Zwei Rechenschritte genügen: erst die Heizlast in Watt, dann der Faktor für die Vorlauftemperatur. Visualisierung

Jetzt übersetzt du die gesuchte Normleistung in eine Bauform. Dafür zählen Bautyp, Bauhöhe und Baulänge. Der Bautyp sagt, wie viele Platten und Konvektorbleche verbaut sind.

Typ 11 hat eine Platte und eine Lage Bleche, Typ 22 zwei Platten und zwei Lagen, Typ 33 drei Platten und drei Lagen. Mit der Tiefe steigt die Leistung deutlich, die Optik wird aber klobiger.

BautypBautiefe (ca.)Normleistung je Meter bei 600 mm HöheTypischer Einsatz
Typ 11ca. 60 mmca. 900–1.000 WKleine Räume, Flur, Neubau
Typ 21ca. 70 mmca. 1.250–1.400 WSchlafzimmer, Kinderzimmer
Typ 22ca. 100 mmca. 1.600–1.900 WStandard im Wohnzimmer
Typ 33ca. 155 mmca. 2.200–2.500 WAltbau, niedrige Vorlauftemperatur

Fazit der Tabelle: Die Werte gelten für 75/65/20 °C und 600 mm Bauhöhe und schwanken je nach Hersteller um rund zehn Prozent.

Für unser Beispiel mit 4.300 Watt bedeutet das: Typ 22 bräuchte etwa 2,4 Meter Länge, Typ 33 käme mit rund 1,8 Metern aus. Welcher Weg besser passt, hängt an der Nische unter dem Fenster.

Die Bauhöhe wirkt ähnlich. Ein Gerät mit 900 mm Höhe liefert pro Meter Länge grob 40 bis 50 Prozent mehr als eines mit 600 mm. Flache Modelle mit 300 mm Höhe brauchen entsprechend viel Länge.

Welcher Bautyp zu deinem Raum passt, steht ausführlich unter Heizkörper Typen. Wenn du vor allem Platz sparen willst, sind Flachheizkörper einen Blick wert.

Aus der Praxis: Laut Wikipedia gehört der Heizkörper unter die Fensterfläche, damit sich aufsteigende Warmluft mit der absinkenden Kaltluft mischt. Bewährt hat sich, die Länge an der Fensterbreite auszurichten statt am Mindestmaß.

Heizkörper berechnen im Altbau: die Besonderheiten

Im Altbau greifen die Faustwerte nur grob, weil die Verluste sehr ungleich verteilt sind. Eine ungedämmte Vollziegelwand von 1910 verliert pro Quadratmeter ein Vielfaches einer heutigen Außenwand.

Deshalb zählt im Altbau nicht nur die Grundfläche, sondern auch die Hüllfläche. Ein Eckzimmer mit zwei Außenwänden und drei Fenstern braucht spürbar mehr als ein gleich großes Zimmer in der Hausmitte.

  • Raumhöhe: Über 2,80 m solltest du das Volumen berücksichtigen, nicht nur die Fläche. Faustwert: je 50 cm Mehrhöhe rund 10 Prozent Aufschlag.
  • Fenster: Alte Kastenfenster oder einfache Isolierverglasung rechtfertigen 10 bis 20 Prozent mehr.
  • Außenwände: Pro zusätzlicher Außenwand etwa 10 Prozent aufschlagen.
  • Heizkörpernische: Nischen mit dünner Restwand hinter dem Heizkörper kosten Wärme, eine Dämmplatte dahinter hilft.
  • Teilsanierung: Wenn nur die Fenster neu sind, bleibt die Wand der Schwachpunkt. Rechne eher am oberen Rand der Spanne.

Alte Gussradiatoren haben oft mehr Leistung, als heute nötig wäre, weil sie für 90 °C Vorlauf ausgelegt wurden. Das ist beim Umstieg auf niedrige Temperaturen ein Vorteil, den man nicht leichtfertig wegwirft.

Bevor du im Altbau Heizkörper tauschst, lohnt deshalb eine Bestandsaufnahme. Zähl die Rippen, miss Höhe und Tiefe, und lass die vorhandene Leistung von einem Fachbetrieb bewerten. co2online weist darauf hin, dass ein Heizkörpertausch beim Heizkostensparen helfen kann, aber eben nur, wenn Dimensionierung und Vorlauftemperatur zusammenpassen.

Heizkörper für Wärmepumpe berechnen

Für eine Wärmepumpe rechnest du grundsätzlich gleich, nur mit deutlich niedrigerer Vorlauftemperatur. Üblich sind 35 bis 50 °C, und damit brauchst du die zwei- bis dreifache Normleistung gegenüber 75/65/20.

Die Verbraucherzentrale hält fest, dass eine Wärmepumpe in den meisten Häusern möglich ist und normale Heizkörper kein Hindernis sind. Günstig und effizient arbeitet sie vor allem bei gutem Wärmeschutz und großen Heizflächen.

Praktisch heißt das: Du rechnest die Heizlast je Raum und multiplizierst sie mit dem Faktor aus der Vorlauftabelle. Dann prüfst du Raum für Raum, ob der vorhandene Heizkörper das schafft. Oft sind es nur zwei oder drei Räume, die wirklich ein größeres Gerät brauchen.

Der kritische Raum bestimmt die nötige Vorlauftemperatur der ganzen Anlage. Ein einziger zu kleiner Heizkörper zwingt die Wärmepumpe dauerhaft auf ein höheres Niveau und kostet Jahresarbeitszahl.

Laut Verbraucherzentrale erzeugen effiziente Wärmepumpen mit einer Einheit Strom drei bis fünf Einheiten Wärme. Jedes Grad weniger Vorlauf zahlt direkt auf diesen Wert ein, deshalb lohnt die Mühe der Einzelraumrechnung. Mehr dazu steht unter Heizkörper für die Wärmepumpe.

Achtung: Vor dem Einbau einer Wärmepumpe gehört eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb oder Energieberater dazu. Eine Faustformel reicht hier nicht, weil die Effizienz der Anlage direkt davon abhängt.

Heizkörper berechnen online: Rechner und ihre Grenzen

Online lassen sich Heizkörper schnell überschlagen, und für die Vorauswahl reicht das meistens. Hersteller wie Kermi oder Buderus bieten eigene Auslegungsrechner an. Dort prüfst du Bautyp, Höhe und Länge direkt gegen die gewünschte Leistung.

Der Vorteil solcher Hersteller-Tools: Sie rechnen mit den echten Leistungsdaten der jeweiligen Baureihe statt mit Durchschnittswerten. Der Nachteil: Sie kennen dein Haus nicht.

  • Online-Rechner: gut für die Vorauswahl, für Preisvergleiche und für die Frage, ob ein vorhandener Heizkörper überhaupt reicht.
  • Hersteller-Rechner: gut, wenn du dich auf eine Baureihe festgelegt hast und die genaue Länge suchst.
  • DIN EN 12831: nötig bei Heizungstausch, Wärmepumpe, hydraulischem Abgleich und im Neubau.
  • Ich bin keine Heizungsbauerin: Bei Eingriffen am Kessel, an der Gasleitung oder am Ausdehnungsgefäß solltest du immer einen Fachbetrieb dazuholen.

Jeder Online-Rechner arbeitet mit Annahmen. Wie dicht die Gebäudehülle ist, wie viel Luft durch die Fenster geht, wie die Räume zueinander liegen, all das steckt in einer pauschalen Watt-pro-Quadratmeter-Zahl.

Verbindlich wird es erst mit einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Dabei werden Bauteile, U-Werte, Lüftungsverluste und die örtliche Normaußentemperatur einzeln erfasst. Das macht ein Heizungsbauer oder ein Energieberater, und bei einem kompletten Heizungstausch ist es ohnehin Pflichtprogramm.

Aus der Praxis: Mietest du, sprich vor jedem Heizkörpertausch mit dem Vermieter. Die Heizkörper gehören zur Mietsache, und ein eigenmächtiger Umbau kann teuer werden.

Was du jetzt tun solltest

  • Du willst nur wissen, ob der vorhandene Heizkörper reicht Rechne Heizlast nach Fläche und vergleiche mit der Normleistung mal Vorlauffaktor.
  • Du planst einen einzelnen Heizkörpertausch im Bestand Faustformel plus zehn Prozent Reserve genügt, den Bautyp wählst du nach Platz.
  • Du steigst auf eine Wärmepumpe um Lass eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 vom Fachbetrieb machen.
  • Du baust neu oder sanierst komplett Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich gehören zur Planung, keine Faustformel.

Lies als Nächstes

Häufige Fragen

Wie kann ich die Heizkörper Größe berechnen?

Du brauchst zwei Schritte: Raumfläche mal spezifische Heizlast ergibt den Wärmebedarf in Watt. Danach teilst du durch den Leistungsfaktor deiner Vorlauftemperatur. Aus der nötigen Normleistung wählst du Bautyp, Höhe und Länge. Beispiel: 15 m² gut saniert ergeben rund 1.200 Watt. Bei 55 °C Vorlauf suchst du also einen Heizkörper mit etwa 2.300 Watt Normleistung.

Wie lautet die Formel zum Heizkörper berechnen?

Es sind zwei Formeln. Erstens Heizlast = Fläche in m² × spezifische Heizlast in W/m². Zweitens Q = Q_N × (ΔT / 49,8)^1,3. Q_N ist die Normleistung bei 75/65/20 °C. ΔT ist die mittlere Übertemperatur, also (Vorlauf + Rücklauf) / 2 minus Raumtemperatur. Der Exponent 1,3 ist der übliche Heizkörperexponent.

Welche Heizkörpergröße für welche Raumgröße?

Als grobe Orientierung bei 70 °C Vorlauf: 10 m² brauchen 400 bis 1.500 Watt. 20 m² brauchen 800 bis 3.000 Watt, 30 m² dann 1.200 bis 4.500 Watt. Die Spanne entsteht durch den Dämmstandard. Ein Neubau liegt am unteren Ende, ein unsanierter Altbau am oberen. Für niedrige Vorlauftemperaturen musst du diese Werte zusätzlich mit 1,5 bis 3 multiplizieren.

Warum muss ich die Heizkörper Leistung berechnen nach Vorlauftemperatur?

Weil die Katalogangabe immer für 75/65/20 °C gilt und in der Praxis fast niemand so heizt. Bei 55 °C Vorlauf liefert derselbe Heizkörper nur noch rund 52 Prozent, bei 45 °C nur noch etwa 31 Prozent. Wer die Umrechnung weglässt, kauft im Niedertemperaturbetrieb regelmäßig zu klein.

Was ist beim Heizkörper berechnen im Altbau anders?

Im Altbau brauchst du mehr Watt pro Quadratmeter, meist 130 bis 150 W/m² bei unsaniertem Bestand. Dazu kommen Zuschläge für jede zusätzliche Außenwand, für alte Fenster und für Raumhöhen über 2,80 Metern. Heizkörpernischen mit dünner Restwand verlieren zusätzlich Wärme, dort hilft eine Dämmplatte hinter dem Gerät.

Wie kann ich Heizkörper für die Wärmepumpe berechnen?

Rechne die Heizlast je Raum und multipliziere sie mit dem Faktor für deine geplante Vorlauftemperatur, bei 45/35 °C also etwa mit 3,2. Prüfe dann raumweise, ob der vorhandene Heizkörper diese Normleistung hat. Vor dem Einbau gehört eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 vom Fachbetrieb dazu. Der schwächste Raum bestimmt die Vorlauftemperatur der ganzen Anlage.

Kann ich Heizkörper berechnen online und mich darauf verlassen?

Online-Rechner liefern eine gute Vorauswahl, aber keine verbindliche Auslegung. Sie arbeiten mit Durchschnittswerten für den Dämmstandard und kennen weder deine U-Werte noch die örtliche Normaußentemperatur. Für den Tausch eines einzelnen Heizkörpers reicht das. Bei Heizungstausch, Neubau oder Wärmepumpe brauchst du die Berechnung nach DIN EN 12831.

Wie viel Watt pro Quadratmeter soll ich beim Heizkörper Watt berechnen ansetzen?

Setze 40 bis 60 W/m² im Neubau ab 2015 an und 70 bis 90 W/m² bei gut saniertem Bestand. Bei Teilsanierung aus den Jahren 1980 bis 2000 sind es 100 bis 120 W/m², bei unsaniertem Altbau vor 1980 rund 130 bis 150 W/m². Fürs Bad mit 24 °C Zieltemperatur rechnest du etwa 20 Prozent obendrauf.

Quellen und weiterführende Infos

  1. Wikipedia: Heizkörper · Bauarten, Normleistung
  2. Wikipedia: Vorlauftemperatur · Begriff, typische Werte
  3. co2online: Heizkörpertypen im Überblick · Platten-, Glieder-, Niedertemperatur-Heizkörper
  4. Verbraucherzentrale: Wärmepumpe, alles was Sie wissen müssen · Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern

Stand der Prüfung: 3. November 2026. Hersteller- und Händlerangaben zu Geräten haben wir nicht selbst nachgemessen.

Über die Autorin

Sophia, Herausgeberin von Frosthelfer. Sie gibt Frosthelfer heraus und bereitet Herstellerangaben, Normen und Fachquellen so auf, dass du sie im Alltag umsetzen kannst. Sie ist keine Heizungsbauerin und sagt klar, wann der Fachbetrieb ran muss

Mehr über Frosthelfer und wie wir arbeiten

Jetzt die passende Bauform auswählen

Du hast deine Wattzahl, jetzt fehlt nur noch der Bautyp. Höhe, Tiefe und Länge entscheiden, ob die Leistung auch an die Wand passt.

  • Typ 11 bis Typ 33
  • Leistung je Meter
  • Platzbedarf im Vergleich

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Mit * oder „bei Amazon“ markierte Links sind Affiliate-Links.