Teichheizung: so hältst du den Teich im Winter eisfrei
Sophia, Herausgeberin von Frosthelfer
aktualisiert
Kurz gesagt: Eine Teichheizung im Sinne von warmem Wasser brauchst du für einen normalen Gartenteich nicht. Ziel ist nur eine offene Stelle in der Eisdecke, damit Faulgase entweichen und Sauerstoff nachkommt. Fische überwintern bei ausreichender Tiefe in Winterstarre am Grund. Ein Styropor-Eisfreihalter kostet nichts an Strom, ein Heizelement mit 330 W im Dauerbetrieb schnell dreistellig.

Das Wichtigste in Kürze
- Nicht den Teich heizen, nur ein Loch im Eis offen halten.
- Mindestens ca. 80 cm Tiefe gelten als Empfehlung für Fischbesatz.
- Styropor-Eisfreihalter kostet 0 kWh, 330 W dauerhaft rund 166 € in 60 Tagen.
- Eis nie aufhacken, kein kochendes Wasser, Ausströmer nie an den Grund.
Inhalt dieser Seite
- Die beiden Geräte im Steckbrief
- Eisfreihalter und Thermostat im Vergleich
- Teichheizung im Winter
- Teich im Winter
- Eisfreihalter für den Teich
- Teich eisfrei halten ohne Strom
- Teichheizer und Eisfreihalter mit Heizelement
- Was kostet ein Teichheizer im Winter an Strom?
- Koi-Teich im Winter
- Naturteich ohne Fische
- Diese Fehler schaden deinen Fischen
- Worauf du beim Kauf achten solltest
- Häufige Fragen
- Teichtiefe für Fische
- mind. ca. 80 cm
- Ziel im Winter
- Loch im Eis
- Heizelement typisch
- ca. 330 W
- Dauerbetrieb 60 Tage
- ca. 166 €
Wie hältst du deinen Teich im Winter offen?
Fischteich bei Dauerfrost
OASE IceFree Thermo 330 W
Hält eine Stelle eisfrei, damit Faulgase entweichen können. Eisfreihalter mit Heizelement, Preisklasse 80–100 €.
So habe ich ausgewählt: Ich habe keine Geräte getestet, sondern nach dem gefiltert, was im Winterteich wirklich zählt: eine offene Stelle für den Gasaustausch, möglichst wenig Stromverbrauch und eine sichere Installation im Freien. Beide Geräte stehen hier für je eine Aufgabe, nicht für ein Ranking.
- Hält eine Stelle zuverlässig offen
- Verbrauch planbar und regelbar
- Sichere Stromversorgung im Außenbereich
- Keine Durchmischung des Teichwassers
Die beiden Geräte im Steckbrief
1
OASE IceFree Thermo 330 W
Für Teiche mit Fischbesatz, in denen der Styropor-Schwimmer regelmäßig zufriert.
- Leistung
- 330 W
- Prinzip
- Schwimmkörper mit Heizelement
- Einsatz
- laut Hersteller bis ca. −20 °C
- Wirkung
- hält ein Loch im Eis offen
- Preisklasse
- 80–100 €
Stärke: Hält eine Stelle eisfrei, damit Faulgase entweichen können.
Grenze: Heizt nicht den ganzen Teich, Dauerbetrieb kostet Strom.
Preis bei Amazon prüfen*Eisfreihalter und Thermostat im Vergleich
| Gerät | Typ | Leistung | Preisklasse | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|---|---|
| OASE IceFree Thermo 330 W | Eisfreihalter mit Heizelement | 330 W | 80–100 € | Hält eine Stelle eisfrei, Faulgase entweichen | Heizt nicht den Teich, Dauerbetrieb kostet Strom |
| ELEKTROBOCK TS05 Steckdosenthermostat | Steckdosenthermostat | +3 bis 40 °C, Frostschutzstufe | 20–30 € | Macht jede Steckerheizung zum geregelten Frostwächter | Misst direkt an der Steckdose, nicht am Wasser |
Fazit der Tabelle: Das Heizelement löst das Eisproblem, das Thermostat das Kostenproblem, und erst zusammen ergeben die beiden Sinn.
Teichheizung im Winter: brauchst du sie überhaupt?
Einen Gartenteich im Winter wirklich zu heizen ist in den meisten Gärten nicht nötig und sehr teuer.
Die Wasseroberfläche ist offen, die Wärme geht sofort an die kalte Luft. Jede eingespeiste Kilowattstunde verpufft, ohne dass das Wasser spürbar wärmer wird.
Deshalb geht es bei einer Teichheizung fast nie um warmes Wasser. Es geht um eine einzige offene Stelle in der Eisdecke.
Durch dieses Loch entweichen Faulgase, die am Grund aus abgestorbenen Pflanzen und Laub entstehen. Gleichzeitig kommt Sauerstoff nach.
Ich bin keine Teichbauerin und keine Heizungsbauerin. Beim Thema Frostschutz an Haus und Garten und auch beim Teich gilt dasselbe wie überall: wenig Technik am richtigen Punkt bringt mehr als viel Leistung an der falschen Stelle.
Prüf zuerst nicht das Gerät, sondern die Tiefe. Stock bis auf den Grund stecken, nasse Stelle am Stock abmessen. Ein Teich mit Fischbesatz sollte an mindestens einer Stelle rund 80 cm tief sein, so wird es meist empfohlen.
Dort unten bleibt eine frostfreie Zone, in der die Fische stehen. Ist der Teich flacher, hilft auch kein Heizstab, dann gehören die Fische in ein Winterquartier.
Aus der Praxis: Miss die Tiefe im Herbst nach, nicht im Januar. Schlamm hebt den Grund über die Jahre an, und aus 90 cm werden schnell 60 cm.
Teich im Winter: was unter der Eisdecke passiert
Im Teich im Winter fahren Fische und Pflanzen ihren Stoffwechsel fast auf null herunter.
Fische stehen in Winterstarre dicht über dem Grund und bewegen sich kaum. Futter brauchen sie jetzt nicht. Unter etwa 8 bis 10 °C stellen sie die Verdauung weitgehend ein, so die Faustregel.
Wasser hat bei 4 °C seine größte Dichte. Deshalb sammelt sich das vergleichsweise warme Wasser am Grund, das kalte liegt oben und friert zuerst.
- Am Grund bleibt es auch bei strengem Frost meist bei etwa 4 °C, wenn der Teich tief genug ist.
- Laub und abgestorbene Pflanzen zersetzen sich weiter und bilden dabei Faulgase.
- Eine geschlossene Eisdecke hält diese Gase im Wasser zurück.
- Steigt die Gaskonzentration, wird es für Fische gefährlich, nicht die Kälte selbst.
Warum ein Loch im Eis so viel bringt
Eine offene Stelle von 20 bis 30 cm Durchmesser reicht für den Gasaustausch in einem normalen Gartenteich. Mehr brauchst du nicht. Größer sollte das Loch auch nicht werden, sonst geht unnötig Wärme verloren.
Herbstarbeit spart Wintertechnik
Je weniger organisches Material im Herbst im Teich liegt, desto weniger Faulgase entstehen. Laubnetz spannen, abgestorbene Pflanzenteile herausnehmen, Schlamm absaugen: Das ist die wirksamste Vorsorge und kostet keinen Strom.
Eisfreihalter für den Teich: die Methoden im Vergleich
Ein Eisfreihalter hält eine kleine Stelle der Wasseroberfläche offen, statt den ganzen Teich zu erwärmen.
Es gibt ihn als reinen Schwimmkörper ohne Strom und als Variante mit Heizelement. Dazu kommt der Luftsprudler, der das Wasser in Bewegung hält.
Teich: Eisfreihalter richtig platzieren
Setze den Eisfreihalter über die tiefste Stelle oder zumindest in einen windgeschützten Bereich ohne Zugluft. Am Rand friert er schneller ein. Eine Schnur zum Ufer hilft, damit du ihn bei Tauwetter wieder herausholen kannst, ohne auf das Eis zu treten.
| Methode | Strom | So wirkt sie | Grenze |
|---|---|---|---|
| Styropor-Schwimmer mit Röhrchen | nein | Dämmt die Stelle, das Röhrchen bleibt als Gaskanal frei | Bei langem Dauerfrost kann die Stelle trotzdem zufrieren |
| Schilfbündel oder Strohbündel | nein | Hohle Halme leiten Gas durch die Eisdecke nach oben | Nur bei leichtem bis mittlerem Frost verlässlich |
| Eisfreihalter mit Heizelement | ja, ca. 330 W | Hält eine Stelle dauerhaft offen, auch bei strengem Frost | Heizt den Teich nicht, Dauerbetrieb kostet spürbar Strom |
| Luftsprudler knapp unter der Oberfläche | ja, wenige Watt | Wasserbewegung verhindert das Zufrieren der Stelle | Nie am Grund betreiben, sonst wird die Schichtung zerstört |
| Geregelte Teichheizung mit Abdeckung | ja, hoher Verbrauch | Hält die Wassertemperatur auf einem Zielwert | Nur mit Abdeckung sinnvoll, Planung über den Fachhandel |
| Eis aufhacken | nein | gar nicht, schadet nur | Druckwellen schaden den Fischen, bitte nie machen |
Fazit der Tabelle: Für den normalen Gartenteich reicht ein Schwimmer, notfalls mit Heizelement, die geregelte Teichheizung ist ein Sonderfall für Koi.
Teich eisfrei halten ohne Strom

Ganz ohne Strom lässt sich ein Teich eisfrei halten, solange der Frost nicht wochenlang zweistellig bleibt.
Das Prinzip ist immer dasselbe: Du dämmst eine Stelle gegen die Kälte und lässt gleichzeitig einen Kanal für Gase offen.
Teich eisfrei halten mit Styropor
Der klassische Weg ist ein Ring oder eine Platte aus Styropor mit einem Loch in der Mitte. Darin steckt ein kurzes Rohr oder ein Bündel Schilfhalme, das durch die Eisdecke reicht.
Das Styropor hält die Wärme des Wassers an dieser Stelle zurück, das Röhrchen bleibt als Gaskanal offen. Du bekommst solche Schwimmer fertig im Handel, manche bauen sie sich auch selbst.
Bewährt hat sich, den Schwimmer mit einem kleinen Gewicht gegen Wind zu sichern. Sonst treibt er ans Ufer und friert dort fest.
Schilf, Stroh und Treibholz
Ein dickes Bündel hohler Schilfhalme, aufrecht ins Wasser gestellt, wirkt wie ein Mini-Kamin für Faulgase. Ein Holzstück oder ein Ball auf der Oberfläche verhindert, dass die Eisdecke ganz dicht zufriert. Gleichzeitig nimmt er Druck aus dem Eis, der sonst auf die Teichfolie geht.
Schnee abfegen
Schnee auf dem Eis nimmt den Pflanzen unter Wasser das Licht. Fege ihn mit einem weichen Besen vom Rand aus ab, so weit du ohne Betreten des Eises kommst. Das Eis selbst bleibt liegen.
Achtung: Betritt eine Eisdecke auf dem Gartenteich nicht. Sie ist über der tiefen Zone oft dünner, als sie aussieht.
Teichheizer und Eisfreihalter mit Heizelement
Ein Teichheizer ist in der Praxis meist ein Schwimmkörper mit eingebautem Heizelement, der eine Stelle offen hält.
Der OASE IceFree Thermo arbeitet mit 330 W und hält laut Hersteller bis etwa −20 °C ein Loch im Eis offen. Er erwärmt dabei nicht den Teich, sondern nur das Wasser direkt am Gerät.
Genau darin liegt die Stärke dieser Bauart: ein offenes Loch für den Gasaustausch. Der Haken ist der Dauerbetrieb, der Strom kostet.
Luftsprudler: knapp unter die Oberfläche, nie an den Grund
Eine Membranpumpe mit Ausströmer braucht nur wenige Watt und hält mit aufsteigenden Blasen eine Stelle offen. Hänge den Ausströmer dicht unter die Wasseroberfläche, etwa 20 bis 30 cm tief. Liegt er am Grund, wälzt er das relativ warme Bodenwasser nach oben, es kühlt ab, und die Fische verlieren ihre Ruhezone.
Ein Heizelement brauchst du dort, wo der Styropor-Schwimmer regelmäßig zufriert: in flacheren Teichen, bei starkem Fischbesatz oder in Lagen mit langen Frostperioden.
Das Kabel sollte spannungsfrei und ohne Zug über den Rand laufen. Am besten legst du es an derselben Stelle wie die Anschlussleitung der Teichpumpe, dann liegt nicht überall Technik im Garten herum.
Achtung: Strom und Wasser vertragen sich nur mit sauberer Installation. Nutze eine Außensteckdose mit FI-Schutzschalter (RCD) und wettergeschützter Abdeckung. Für einen Festanschluss im Garten ist der Elektrofachbetrieb zuständig.
Was kostet ein Teichheizer im Winter an Strom?

Ein Eisfreihalter mit 330 W im Dauerbetrieb kommt in zwei Frostmonaten auf rund 475 kWh.
Gerechnet habe ich mit 24 Stunden an 60 Tagen und einem angenommenen Strompreis von 0,35 €/kWh. Das ist eine Annahme, dein Tarif kann darüber oder darunter liegen.
| Betrieb | Laufzeit | Verbrauch | Kosten (Annahme 0,35 €/kWh) |
|---|---|---|---|
| Heizelement 330 W, dauerhaft | 24 h × 60 Tage | 475 kWh | ca. 166 € |
| Heizelement 330 W, dauerhaft | 24 h × 30 Tage | 238 kWh | ca. 83 € |
| Heizelement 330 W, nur bei Frost | 8 h × 60 Tage | 158 kWh | ca. 55 € |
| Luftsprudler 10 W, dauerhaft | 24 h × 60 Tage | 14 kWh | ca. 5 € |
| Styropor-Eisfreihalter | ganzer Winter | 0 kWh | 0 € |
Fazit der Tabelle: Der Sprung von 166 € auf 55 € entsteht allein durch die Steuerung, nicht durch ein anderes Gerät.
Deshalb würde ich ein Heizelement nie durchlaufen lassen. Ein Steckdosenthermostat schaltet es erst zu, wenn es wirklich friert.
Der ELEKTROBOCK TS05 regelt von +3 bis 40 °C mit Drehregler und hat eine Frostschutzstufe. Sein Fühler sitzt im Gerät, er misst also die Temperatur an der Steckdose und nicht am Teich. Das reicht, um Frostphasen zu erkennen, wenn er wettergeschützt in der Nähe sitzt.
Eine solche Kombination ist nichts anderes als ein geregelter Frostwächter: Gerät an, sobald es kalt wird, Gerät aus, sobald es taut.
Aus der Praxis: Eine simple Zeitschaltuhr ist die zweitbeste Lösung. Sie spart Strom, erkennt aber keinen Wetterumschwung.
Koi-Teich im Winter: eigene Anforderungen
Koi stellen im Teich im Winter deutlich höhere Ansprüche als Goldfische oder Moderlieschen.
Die Tiere sind groß, teuer und empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Deshalb ist eine echte Teichheizung in Koi-Teichen durchaus üblich, anders als im normalen Gartenteich.
Sinnvoll wird sie aber nur zusammen mit einer Abdeckung. Ohne Dach oder Zeltkonstruktion heizt du gegen die offene Luft an, und die Kosten laufen aus dem Ruder.
- Tiefe: Koi-Teiche werden meist deutlich tiefer gebaut als 80 cm.
- Abdeckung: Dach, Zelt oder Luftpolsterplatten halten die Wärme im System.
- Heizung: Wärmetauscher oder Durchlauferhitzer mit Thermostat, dimensioniert nach Volumen.
- Filter: Viele fahren den Filter im Winter in reduziertem Betrieb weiter, mit Rücklauf nahe der Oberfläche.
- Futter: unterhalb der Fütterungsgrenze nicht füttern, auch wenn die Fische betteln.
Die Auslegung solcher Anlagen gehört in den Fachhandel oder zum Teichbauer. Volumen, Wärmeverlust, Pumpenleistung und Elektroinstallation hängen zusammen. Von Eigenbau mit Heizstäben aus dem Baumarkt rate ich dir hier ausdrücklich ab.
Wenn du nur sicher durch den Winter kommen willst, ohne die Temperatur zu halten, gelten für den Koi-Teich dieselben Grundregeln wie für jeden anderen Teich: Loch im Eis offen halten, Wasser am Grund in Ruhe lassen, nicht füttern.
Naturteich ohne Fische: Eis einfach zulassen
Einen Naturteich ohne Fischbesatz musst du im Winter gar nicht offen halten.
Naturschutzverbände wie der NABU raten bei naturnahen Gartenteichen dazu, die Eisdecke zuzulassen. Frösche, Molche und Insektenlarven überwintern am Grund oder im Schlamm und kommen mit der Situation seit jeher zurecht.
Die Faulgase sind in solchen Teichen meist weniger kritisch, weil weniger Tiere Sauerstoff zehren und oft weniger Nährstoff im System ist.
Zwei Dinge helfen trotzdem: Schnee vom Eis fegen, damit Licht an die Unterwasserpflanzen kommt, und im Herbst Laub herausfischen.
Eine Teichheizung ist hier verschenktes Geld. Wenn du den Teich dennoch mit einem Eisfreihalter ausstatten willst, nimm die Variante ohne Strom.
Aus der Praxis: Ein Stück Holz oder ein Ball im Wasser nimmt Druck aus der Eisdecke und schont die Folie. Das kostet nichts und wirkt.
Diese Fehler schaden deinen Fischen
Die meisten Schäden im Winterteich entstehen nicht durch Kälte, sondern durch gut gemeinte Eingriffe.
- Eis aufhacken: Die Druckwellen übertragen sich auf das Wasser und schädigen die Schwimmblase der Fische.
- Kochendes Wasser aufgießen: Der Temperaturschock reißt die Fische aus der Winterstarre, zudem friert die Stelle rasch wieder zu.
- Pumpe oder Ausströmer am Grund laufen lassen: Das durchmischt das Wasser und holt die 4-Grad-Zone nach oben.
- Wasserspiel oder Bachlauf weiterbetreiben: kühlt den Teich zusätzlich aus und kann bei Frost Schäden an Leitungen verursachen.
- Im Winter füttern: Unverdautes Futter belastet das Wasser und erhöht die Faulgasbildung.
- Teich komplett luftdicht abdecken: ohne Öffnung staut sich genau das Gas, das raus soll.
Achtung: Falls die Eisdecke bereits geschlossen ist: Stelle einen Topf mit heißem Wasser auf das Eis und lass ihn ein Loch schmelzen. Nicht hacken, nicht bohren, nicht treten.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Ein Eisfreihalter ist ein schlichtes Gerät. Auf ein paar Punkte solltest du beim Kauf trotzdem achten.
Wenn im Garten ohnehin Leitungen zum Filter oder zur Zapfstelle liegen, lohnt ein Blick auf eine Rohrbegleitheizung für diese Rohre. Das ist ein anderes Thema als der Teich, aber derselbe Winter.
Und wer die Frostschutztechnik im Garten ohnehin plant: Für Pflanzen im Kalthaus gelten eigene Regeln, dazu steht mehr bei der Gewächshausheizung.
- Prinzip
- Schwimmkörper, der oben bleibt, statt Heizstab, der im Wasser hängt
- Leistung
- Für normale Gartenteiche reichen Geräte um 200 bis 350 W, mehr ist selten nötig
- Regelbarkeit
- Thermostat im Gerät oder externes Steckdosenthermostat vorsehen
- Kabellänge
- Von der Teichmitte bis zur Außensteckdose messen, Verlängerungen im Freien vermeiden
- Befestigung
- Öse für eine Schnur zum Ufer, damit du den Schwimmer ohne Eisbetreten erreichst
- Winterlager
- Nach dem Frost reinigen und trocken lagern, sonst leidet die Dichtung
Was du jetzt tun solltest
- Naturteich ohne Fische Eis zulassen, nur Schnee abfegen und Laub im Herbst entfernen.
- Gartenteich ab ca. 80 cm mit Goldfischen Styropor-Eisfreihalter reicht meist, Heizelement als Reserve bei Dauerfrost.
- Flacher Teich unter 80 cm mit Fischen Fische ins Winterquartier umsetzen, ein Eisfreihalter rettet das nicht.
- Koi-Teich Abdeckung plus geregelte Teichheizung, Auslegung über den Fachhandel.
Lies als Nächstes
- Frostschutz (Übersicht)Zeigt dir, wo im Haus und Garten der Frost sonst noch zuschlägt.
- FrostwächterErklärt, wie geregelte Frostschutzgeräte arbeiten und was sie verbrauchen.
- RohrbegleitheizungFür Teichleitungen und Außenwasser, die im Winter nicht einfrieren dürfen.
- GewächshausheizungFalls neben dem Teich auch Pflanzen frostfrei bleiben sollen.
- Thermostate und Frostschutz im VergleichHilft bei der Frage, ob Thermostat oder Zeitschaltuhr sinnvoller ist.
- Frostschutz-Grundlagen für den GartenGute Ergänzung, wenn du die ganze Außenanlage winterfest machst.
Häufige Fragen
Wie kann ich den Teich eisfrei halten ohne Strom?
Ohne Strom hilft ein schwimmender Dämmkörper, der einen Gaskanal offen lässt. Üblich sind Styropor-Ringe mit Röhrchen oder dicke Bündel hohler Schilfhalme. Bei wochenlangem strengem Frost stößt diese Lösung an ihre Grenze. Dann hilft nur ein Heizelement.
Funktioniert Styropor wirklich?
Mit Styropor lässt sich ein Teich eisfrei halten, solange der Frost leicht bis mittel bleibt. Das Material dämmt die Stelle, die Restwärme des Wassers verzögert das Zufrieren. Wichtig ist eine Öffnung in der Mitte. Sonst friert der Schwimmer einfach mit ein und bringt nichts.
Wie groß muss das Loch im Eis sein?
Eine offene Stelle von etwa 20 bis 30 cm Durchmesser reicht für einen normalen Gartenteich. Größer muss sie nicht sein, denn jede offene Fläche kühlt den Teich zusätzlich aus. Wichtiger als die Größe ist, dass die Stelle durchgehend offen bleibt.
Darf ich das Eis aufhacken?
Nein, Eis aufhacken ist für Fische gefährlich. Die Schläge erzeugen Druckwellen im Wasser, die auf Schwimmblase und Gehör wirken. Stelle stattdessen einen Topf mit heißem Wasser auf das Eis und lass ihn eine Öffnung schmelzen.
Wie überwintern Koi im Teich im Winter?
Koi im Teich im Winter brauchen Tiefe, Ruhe und stabile Temperaturen. In tiefen Teichen gehen sie in Winterstarre, viele Halter arbeiten zusätzlich mit Abdeckung und geregelter Heizung. Gefüttert wird in dieser Phase nicht, und der Wasserkörper am Grund sollte nicht durchmischt werden.
Was kostet ein Teichheizer im Winter?
Ein Teichheizer mit 330 W kostet im Dauerbetrieb über 60 Tage rund 166 €, gerechnet mit angenommenen 0,35 €/kWh. Das entspricht etwa 475 kWh. Läuft das Gerät nur bei Frost, etwa acht Stunden täglich, sinken die Kosten auf rund 55 €.
Wohin gehört der Eisfreihalter im Teich?
Der Eisfreihalter gehört über die tiefste Stelle oder in eine windgeschützte Ecke. Dort ist das Wasser am wärmsten und die Stelle friert am langsamsten zu. Am flachen Rand und in der Zugluft verliert jedes Gerät den Kampf gegen das Eis.
Muss die Teichpumpe im Winter laufen?
Die normale Teichpumpe am Grund schaltest du im Winter besser ab. Sie wälzt das relativ warme Bodenwasser nach oben und kühlt den Teich aus. Wenn du Bewegung an der Oberfläche willst, nimm einen Luftsprudler mit Ausströmer rund 20 bis 30 cm unter der Wasserlinie.
Quellen und weiterführende Infos
- NABU: Gartenteich anlegen und pflegen · Naturnaher Teich, Tiere im Winter
- Wikipedia: Gartenteich · Tiefe, Überwinterung
Stand der Prüfung: 3. November 2026. Hersteller- und Händlerangaben zu Geräten haben wir nicht selbst nachgemessen.
Über die Autorin
Sophia, Herausgeberin von Frosthelfer. Sie gibt Frosthelfer heraus und bereitet Herstellerangaben, Normen und Fachquellen so auf, dass du sie im Alltag umsetzen kannst. Sie ist keine Heizungsbauerin und sagt klar, wann der Fachbetrieb ran muss
Teich winterfest machen, ohne Stromfresser
Erst Tiefe und Laub prüfen, dann den Eisfreihalter wählen. Ein Heizelement gehört nur mit Thermostat an die Steckdose.
- Tiefe prüfen
- Loch offenhalten
- Nur bei Frost
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