Teichheizung

Wenn die kalte Jahreszeit heranrückt und sich Eis und Schnee einstellen, kehrt auch im Gartenteich Winterruhe ein. Teichbewohner und Pflanzen schalten auf Sparflamme und fahren ihre Aktivität herunter. Doch auch wenn alles im Winterschlaf liegt, muss für Sauerstoffzufuhr gesorgt sein. Bildet sich bei strengem Frost eine geschlossene Eisdecke, birgt das tödliche Gefahr für Fische und Wasserpflanzen. Eine Teichheizung sorgt für eine eisfreie Stelle an der Wasseroberfläche und sichert so das Überleben der Teichbewohner.

Teich Eisfreihalter

Während des Winters müssen nicht nur Sauerstoffzufuhr, sondern auch Belüftung des Gartenteichs gewährleistet sein. Denn in der kalten Jahreszeit werden Pflanzenreste wie hineingewehtes Laub oder abgestorbene Wasserpflanzen durch Mikroorganismen abgebaut. Bei diesen Zersetzungsprozessen entstehen Faulgase. Ist der Gartenteich vollständig zugefroren, können sie nicht entweichen und werden zur tödlichen Gefahr für Fische und andere Teichbewohner. Auch hierfür bietet eine Teichheizung als Eisfreihalter mit Heizstab die richtige Lösung. Wir stellen dir verschiedene Varianten von Teichheizungen vor und sind dir bei der Suche nach dem richtigen Teichheizungssystem behilflich.

Häufige Fragen zur Teichheizung

Sind alle Teichheizer gleichermaßen für große und kleine Teiche geeignet?

Welche Teichheizung die richtige ist, hängt maßgeblich von der Größe deines Teichs ab. Für einen Gartenteich mit 200 Litern Fassungsvermögen brauchst du eine andere Teichheizung als für einen Teich von 30.000 Litern. Hier gibt es eine einfache Faustregel: Pro 10.000 Liter Wasser benötigst du 1.000 Watt Heizleistung. Für kleinere Teiche reicht eine einfache Teichheizung mit bis zu 300 Watt aus.

Sind Teichheizungen teuer?

Einfache Eisfreihalter ohne Thermostat sind schon ab 30 Euro zu haben. Für etwas komplexere Heizsysteme mit Thermostat und Temperaturregler musst du schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Sie liegen zwischen 140 Euro und 300 Euro.

Wo kann ich am besten eine Teichheizung kaufen?

Teichheizungen sind in Fachgeschäften und Baumärkten, aber auch im Internet zu finden. Häufig hat der stationäre Handel den Nachteil, dass dort nur Teichheizer bestimmter Hersteller verkauft werden. Außerdem können die wenigsten Geschäfte dieselbe Auswahl wie Onlineshops bieten. Warum also sich nicht gleich bei Amazon einen Überblick verschaffen und bei Bedarf sofort ohne Versandkosten bestellen?

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So hältst du deinen Gartenteich eisfrei

Am naheliegendsten scheint es, die Eisfläche einfach immer wieder aufzuhacken. Doch von brachialer Gewalt ist dringend abzuraten. Das Aufhacken des Eises bedeutet nicht nur großen Stress für die Teichbewohner. Die dabei entstehenden Schallwellen können die Schwimmblasen der Fische nachhaltig schädigen und letztendlich zum Tod der beflossten Teichbewohner führen, die du eigentlich schützen wolltest.

Eine geschlossene Eisdecke bildet sich besonders schnell bei Gartenteichen mit einer Wassertiefe von unter 80 cm. Solche Teiche frieren ohne entsprechende Gegenmaßnahmen in nur wenigen Frostnächten komplett zu. Je kleiner und flacher also der Teich, desto schwieriger, ihn eisfrei zu halten. Schwimmende Eisfreihalter wie Gummibälle, die durch ihre ständige Bewegung die Eisbildung erschweren, sind nur bei gelegentlichem Frost eine gangbare Lösung. Bei länger anhaltenden Frostperioden kann nur eine Teichheizung für eine eisfreie Wasseroberfläche und ausreichende Belüftung des Gartenteichs sorgen. Ein Teichheizer ist bei bis zu – 20 ° C die zuverlässigste Variante, um deinen Teich vor einer geschlossenen Eisdecke zu schützen.

Wer stolzer Besitzer von Kois ist, darf Frost im Gartenteich keine Chance geben. Die frostempfindlichen Japaner brauchen eine gleichmäßige Wassertemperatur von mindestens 8 ° C, um zu überleben. Auch Goldfische sind übrigens nicht weniger sensibel. Da ist eine etwas aufwendigere thermostatgesteuerte Teichheizung sinnvoll, die das Teichwasser immer auf einer konstanten Temperatur hält. So fühlen sich deine Kois definitiv wohl wie ein Fisch im Wasser.

So funktionieren Teichheizer als Teichheizung

Im Handel findest du eine große Vielfalt verschiedenster Eisfreihalter. Sie basieren alle auf zwei unterschiedlichen Heizsystemen. Eine einfache Teichheizung ist ähnlich wie ein Heizstab oder Tauchsieder konzipiert, der das Teichwasser erwärmt. Solch ein Teichheizer besteht im Wesentlichen aus einem Schwimmkörper, in den ein Heizstab eingelassen ist. Manche besitzen eine Frostwächterfunktion – schalten sich also erst bei 0 ° C automatisch ein. Das spart natürlich Stromkosten. Es gibt auch Ergänzungsgeräte mit Temperaturfühlern, die als Frostwächter fungieren. Sie sorgen dafür, dass sich die Teichheizung am Gefrierpunkt einschaltet.

Die schwimmende Teichheizung sollte möglichst über der tiefsten Stelle des Teichs platziert werden. Die so konzipierten Teichheizer arbeiten mit einer Wattzahl von 100 – 300 Watt und halten eine Öffnung im Eis rund um den Schwimmer frei. Idealerweise ist eine kleine Strömungspumpe integriert, die das Wasser immer etwas in Bewegung hält. Bitte beachten: Manche Eisfreihalter werden nur mit Kabel ohne Stecker geliefert und sind für den direkten Anschluss an den Stromkreislauf gedacht.

OASE Eisfreihalter – Icefree 20

In diesem Produktvideo von Oase siehst Du, wie der Icefree Eisfreihalter funktioniert. Wir haben ihn auch oben in den Bestsellern verlinkt:

Teichheizsystem für Profis

Die zweite Variante von Teichheizungen ist eher für größere Teiche geeignet und bereits im Profibereich angesiedelt. Diese Teichheizer lassen sich gut in bereits vorhandene Filter- und Pumpensysteme integrieren. Sie erwärmen das Wasser während des Wasserumlaufs und werden zwischen Pumpe und Filter gesetzt. Solche komfortablen Teichheizungen besitzen ein Thermostat und sorgen ganzjährig für eine gleichmäßige Wassertemperatur. Hier kommt es in der Regel gar nicht erst zur Eisbildung an der Oberfläche. Diese Powerheizer haben bis zu 3.000 Watt und heizen deinem Gartenteich ordentlich ein. Das Richtige für Koi-Liebhaber!

Eine weitere Möglichkeit ist ein Teichheizkabel, das im Teich verlegt wird. Allerdings ist diese Variante etwas teurer in der Anschaffung und verbraucht etwas mehr Energie.